Gedenkwiese  ›  Orte des Gedenkens

Virtuelle Bestattung

Vier Orte des Gedenkens.

Manche brauchen Stille, andere Licht. Manche wollen etwas, das wächst, andere etwas, das sich nie verändert. Deshalb gibt es hier nicht einen Ort, sondern vier — jeder mit eigener Stimmung, gleicher Würde und demselben Preis: keinem.

Auf der Wiese ist immer jemand unterwegs

Zur Auswahl

Welcher Platz passt zu Ihrem Gefährten?

Alle vier Orte enthalten dasselbe: einen Gedenkstein mit Namen, Lebensdaten und Inschrift, ein Licht, das Besucher entzünden können, und einen kleinen Gefährten, der daneben wacht. Sie unterscheiden sich nur darin, wie es sich anfühlt, dort zu stehen.

Was die Orte ausmacht

Drei Dinge, die jeden Ort beschreiben.

Die folgenden Erklärungen stammen aus den Grabseiten selbst — sie sagen nicht, welcher Ort besser ist. Sie sagen, was an jedem Ort anders ist und warum manche Menschen genau diesen einen wählen.

I Das Wiesengrab

Ein Platz im hohen Gras.

Immer in Blüte

Die Wiese kennt keinen Winter und keine Öffnungszeiten. Sie steht so da, wenn Sie im Januar um drei Uhr nachts nachsehen, wie an einem Sonntagnachmittag im Mai.

Der Name zwischen den Halmen

Auf dem Stein stehen Name, Lebensdaten und ein kurzer Satz. Vier Worte reichen — kürzer als jede Grabrede und meist genauer, weil man sich entscheiden muss.

Platz für alle

Ob Kaninchen, Kater oder Pferd — die Wiese macht keinen Unterschied nach Größe. Jeder Stein bekommt gleich viel Raum und einen Gefährten daneben.

II Das Baumgrab

Unter einer Krone, die weiterwächst.

Ein Baum, der weiterwächst

Die Krone über dem Grab ist nicht statisch: Sie legt mit jedem Jahr zu. Wer nach zehn Jahren wiederkommt, findet mehr Baum vor als beim ersten Besuch.

Widmungsplakette

Zum Baumgrab gehört eine Plakette am Stamm — eine zweite Inschrift neben der auf dem Stein. Platz für den Satz, der auf dem Stein keinen mehr hatte.

Laub als Kalender

Das Laub fällt, sammelt sich, verweht. Nichts daran ist aufgeräumt — genau das unterscheidet den Ort von einer gepflegten Grabanlage.

III Das Sternengrab

Ein eigener Punkt am Himmel.

Ein Punkt, der bleibt

Sterne gehen nicht unter. Der Punkt steht an derselben Stelle, wenn Sie in einem Jahr wiederkommen — auch wenn sich sonst alles verschoben hat.

Für kurze Leben

Manche Tiere sind nur Wochen da. Das macht die Lücke nicht kleiner. Dieser Ort ist für Trauer gedacht, der oft gesagt wird, sie sei übertrieben.

Sichtbar aus der Ferne

Familie und Freunde finden denselben Stern, ohne Anfahrt und ohne Öffnungszeiten. Wer weit weg wohnt, steht trotzdem daneben.

IV Das Lichtergrab

Eine Flamme, die nicht ausgeht.

Ewiges Licht

Einmal entzündet, bleibt die Flamme. Sie erlischt nicht nach Ablauf einer Frist und muss nicht verlängert werden.

Mitten im Feld

Anders als die drei stillen Orte liegt dieses Grab nicht abseits, sondern zwischen den Kerzen der anderen Besucher — für alle sichtbar.

Von Besuchern getragen

Jede Kerze, die jemand für Ihr Tier entzündet, macht die Flamme sichtbarer. Der Ort lebt davon, dass andere vorbeikommen.

Kein Ort ist endgültig

Die Wahl lässt sich ändern.

Ein Ort, der heute richtig erscheint, kann in einem Jahr falsch sein. Die Grabart lässt sich jederzeit wechseln — Stein, Inschrift und Lichter ziehen mit um.

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